Diagnose, Sanierung und mehr

Historie

Vor 50 Jahren

hatte ich die Idee, ein Produkt zu entwickeln, das die Regen- und sonstige Wasser-Auf-nahme poröser Baustoffe verhindert, ohne deren Poren zu verstopfen. Das bereits in den Wänden vorhandene Wasser sollte auch nach der „Abdichtung“ aus der Wand problemlos entweichen können. Natürlich lachten die „alten Hasen“ zunächst und fragten, ob ich eine denkende Versiegelung erfinden wolle, welche die Poren nur bei Regen verschließt und bei Sonnenschein wieder öffnet. Zwei Jahre später, (anno 1967) war mein erstes offenporiges, wasserabstoßendes Imprägniermittel erstmalig im Einsatz. Heute ist offenporiger, hydro-phobierender Fassadenschutz für die Meisten etwas Normales und Selbstverständliches. Trotzdem lese ich auch heute noch von sehr lernresistenten und/oder selbsternannten „Fachleuten“, dass Hydrophobiermittel bauschädlich sind weil sie die Poren verstopfen. Wie offen die Poren heute bei einem guten Hydrophobiermittel bleiben, wundert allerdings die meisten Baufachleute doch. Das erlebe ich immer wieder bei Vorlesungen, Schulungen oder auf Messen, wenn ich die umseitig abgebildete Wassersäule (Der Test) mit hydrophobier-tem Gasbetonboden vorführe. Kaum jemand kann sich vorstellen, dass man durch einen 6 cm dicken Gasbetonstein, der hydrophobiert wurde und in den deshalb kein Wasser ein-dringt, obwohl eine 15 cm hohe Wassersäule auf ihm steht, problemlos mit dem Mund hin-durchblasen kann. Das Bild auf der nächsten Seite zeigt diesen verblüffenden Effekt sehr anschaulich.

Die gewaltigen Vorteile für eine Fassadenimprägnierung oder eine Horizontalsperre, die auf diesem Effekt beruhen, begreift man erst später, allmählich, oftmals erst, wenn man sie in der Praxis angewendet hat: wenn ein nasses, schimmelbefallenes Haus wieder bewohnbar wurde wenn an einem denkmalgeschützten Haus durch eine unsichtbare Maßnahme eine Energieeinsparung von 25 oder 30% erreicht wird wenn eine Kellerwand, die außen nicht freigeschachtet und bituminiert werden konnte, von innen so abgedichtet wurde, dass die Wand trocken ist und ihre natürliche Wärmedämmung zurück erhalten hat wenn eine Kellerwand durch die Wasser floss, so dicht wird, dass man in dem abgedichteten Raum ein Textillager einrichten kann, obwohl außen ein Bach an der Wand entlang fließt. Diese und viele andere Möglichkeiten hat man heute mit hightec-Abdichtungsprodukten und Abdichtungsmethoden.

Aber Vorsicht! Auch für Abdichtungsprodukte gilt: Wo hightec drauf steht ist nicht immer hightec drin!

Hans-Jürgen Krein